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Open Mind Festival

der ARGEkultur

Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
Cesar A. Cruz

In Zeiten zunehmender Glorifizierung von Kultursponsoring und Kommerzkunst, der heiligen wirtschaftlichen Dreifaltigkeit Nachfrageorientierung, Beliebigkeit und Fremd- wie Selbstzensur wie auch neuer Subventionskahlschläge (Stichwort: Kärnten, Steiermark) – was kann zeitgenössische Kunst dem entgegensetzen? Oder, globaler gedacht: potentieller Brexit, Grexit, Ukraine-„Krise“, IS, Bürgerkrieg in Syrien und das völlige Versagen europäischer „Flüchtlingspolitik“ – die Liste lässt sich beliebig erweitern –, ist es da nicht recht und billig, wenn Kunst Konsumieren heißt und Kultur zur Komfortzone wird? Meines Erachtens kann die Lösung auch jetzt nicht L’art pour l’art lauten, die Antwort darauf sollte eine Repolitisierung der Künste sein. Diese müssen sich und ihr Publikum ermächtigen, Fragen zu stellen, zu wissen Geglaubtes anzuzweifeln, Sachverhalte und Meinungen neu zu denken, sich und anderen Perspektiven- und Positionswechsel zu erlauben und auch noch Spaß dabei zu haben. Klingt unmöglich, ist de facto aber längst Realität, Tendenz steigend. Immer mehr staatliche Aufgaben wie Bildung, Integration, Partizipation, kooperative Demokratie, technische und soziale Innovation etc. werden von der Kulturszene übernommen. Wer morgen eine rechtspopulistische Gesellschaft verhindern will, tut heute gut daran, aufgeschlossene Kultur zu fördern; so wie die ARGEkultur z. B. in das Open Mind Festival investiert.

Das Open Mind Festival verfolgt seit seinen Anfängen das Ziel, die Auseinandersetzung mit einem aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten Gegenstand über künstlerische und diskursive Wege zu ermöglichen. „Kultur macht Thema“ ist der Slogan des Festivals, in dem durch innovative, experimentelle und spartenübergreifende Zugänge KünstlerInnen wie ZuschauerInnen in neue Facetten und Blickwinkel soziopolitischer und -kultureller Zusammenhänge eindringen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Produktionstätigkeit mit (über)regionalen wie (inter)nationalen PartnerInnen. Dabei folge ich beim Kuratieren einerseits dem Prinzip, junge Talente ebenso zu fördern wie renommierte Kunstschaffende; andererseits soll ein Produktionsnetzwerk aufgebaut werden, das von den Möglichkeiten der Gestaltung des Jahresprogramms abweicht. Der Fokus der Auswahl liegt dabei nicht (nur) im Bündeln von Synergien, sondern vor allem auch darin, dem Publikum neue Entdeckungen und Zugangsweisen zu ermöglichen sowie den produzierenden KünstlerInnen bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten, um Neues zu riskieren und über sich hinauswachsen zu können. Als freies Produktionshaus ohne fixes Ensemble hat die ARGEkultur große Freiheiten und autonome Möglichkeiten, um mutige künstlerische Entscheidungen zu treffen und Projekte professionell zu verwirklichen – von der dramaturgischen Begleitung über die Kommunikation bis zur technischen Umsetzung. Das Open Mind Festival als Think Tank und Motor für gesellschaftspolitische Interventionen und Sozialkritik, beides wesentliche Aufgaben des Produktions-, Veranstaltungs- und Netzwerkzentrums ARGEkultur, wird hier anhand der vergangenen Festivals vorgestellt.

Cornelia Anhaus, Kuratorin Open Mind Festival

Cornelia Anhaus
Cornelia Anhaus • Foto (c) Jan-Nahuel Jenny

Open Mind Festival (english version)

Following the Open Mind Festival theme „culture raises issues“ since 2009, ARGEkultur aims to display the self-conception of art as a focal point for the critical approach to sociopolitical issues. The festival stands for the very essence of the three programmatic principles of our multidisciplinary venue – production, promotion, networking – and represents a concentrate of ARGEkultur‘s programme, which shows different artistic and discursive approaches to annually changing topics. The main focus is on the particular (co-)productions, which are developed exclusively for the festival. Events from the fields of film, music, satire, poetry slam, media art, literature and performance complement the programme optionally, whereas discursive meetings and workshops are integral parts. Interconnection with local and regional initiatives in the areas of education and media, civil society organisations or NGOs is essential for the success of the festival, as it allows proactive participation and sustainability when it comes to discursive events or cultural mediation.

Blog zum Open Mind Festival

blog.openmindfestival.at

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Alle Details zum Programm ab 01.10. online.

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